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STANDESAMT – Geburt (Registrierung der Geburt eines Kindes vom im Ausland lebenden Italiener*innen)

STANDESAMT
colonia.nascitemorti@esteri.it

1) Registrierung der Geburt eines Kindes von im Ausland lebenden Italiener*innen
Die Kinder von im Ausland lebenden, italienischen Staatsbürger*innen sind italienische Staatsbürger*innen, auch falls sie im Ausland geboren sind oder eventuell eine andere Staatsbürgerschaft besitzen. Ihre Geburtsurkunde muss in Italien registriert werden. Normalerweise übermittelt das deutsche Standesamt (= ufficio di Stato Civile) dem Konsularbüro die internationale Geburtsurkunde.

Es wird dennoch angeratan ca. einen Monat nach der Geburt des Kindes im zuständigen Konsularbüro anzufragen, ob die Geburtsurkunde dort auch tatsächlich angekommen ist.

Wenn die Eltern verheiratet und regelmäßig in das Melderegister A.I.R.E. für im Ausland lebende Italiener*innen (= A.I.R.E. Anagrafe degli Italiani Residenti all’Estero) eingetragen sind, dann übermittelt das Konsularbüro die Geburtsurkunde nach Italien für die darauf folgende Übertragung und Registrierung des Kindes im Melderegister A.I.R.E. für im Ausland lebende Italiener*innen. Die italienische Gemeinde, die die Registrierung vornimmt, wird sich darum kümmern, die Eltern über die erfolgreiche Registrierung und damit über den Abschluss des Bearbeitungsverfahrens zu informieren.

Im gegenteiligen Fall und falls die Eltern nicht verheiratet sind, ist es notwendig, und zwar EXKLUSIV per Post dem Generalkonsulat die folgende Dokumentation im ORIGINAL zukommen zu lassen:

  • internationale Geburtsurkunde, ausgestellt vom Standesamt der deutschen Heimatgemeinde (Ufficio di Stato Civile del Comune tedesco);

Außerdem für Kinder, die außerhalb der Ehe geboren sind:

  • Mutterschaftsanerkennung (riconoscimento di maternità);
  • Vaterschaftsanerkennung (riconoscimento di paternità);
  • Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung (assenso materno al riconoscimento di paternità), falls diese nicht bereits in der Vaterschaftserkennung mit eingeschlossen ist.

Die oben genannten Dokumente müssen ins Italienische übersetzt werden.
Die Übersetzung darf ausschliesslich von einem*r vereidigten Übersetzer*in des Generalkonsulats angefertigt werden.

N.B.: Für Geburten, die in Drittstaaten erfolgt sind, wird angeraten die Homepage der für den Geburtsort zuständigen, territorialen konsularischen Niederlassung zu konsultieren.


2) Zuweisung des Nachnamens

Seit dem 29. November 2016, und zwar in Folge des Urteils des Verfassungsgerichts N. 286, veröffentlicht in der Gazzetta Ufficiale am 28. Dezember 2016, ist es möglich, dem Kind den Nachnamen der Mutter zusätzlich zum Nachnamen des Vaters zuzuweisen. Dies unter der Bedingung, dass diesbezüglich eine ausdrückliche Willenserklärung von Seiten beider Elternteile vorhanden ist.

Zum Zweck der korrekten Ausstellung der Geburtsurkunde müssen beide italienischen Elternteile direkt im deutschen Standesamt die Erklärung abgeben, dass sie dem Kind zusätzlich zum Nachnamen des Kindesvaters auch den Nachnamen der Kindesmutter geben wollen.

Außerdem, gemäß des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 14. Oktober 2008, wird die Geburtsurkunde eines italienischen Staatsbürgers, die in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union ausgestellt worden ist, in Italien übertragen, und zwar mit dem Nachnamen der auf Basis der Gesetze jenes Staates zugewiesen worden ist, und auch in den Fällen, in den die Zuweisung des Nachnamens anders gehandhabt wird als das von unserer Gesetzgebung vorgesehen ist.

 

3) Sorgerecht
Die deutsche Gesetzgebung weist im Fall von nicht verheirateten Eltern das Sorgerecht immer ausschliesslich der Mutter zu, auch wenn der Vater die Vaterschaft anerkannt hat. Der Vater kann das gemeinsame Sorgerecht nur mit der Zustimmung der Mutter beantragen. Falls die Mutter dem gemeinsamen Sorgerecht nicht zustimmt, muss der Vater dieses bei Gericht einklagen. Nicht verheirateten Eltern wird deshalb geraten, beim zuständigen Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht (responsabilità genitoriale) zu beantragen, und zwar direkt nach der Einreise in Deutschland oder noch unmittelbar vor der Geburt.


FORMULARE

Antrag auf Übertragung der zweisprachigen Geburtsurkunde:
3570_f_cons97clntrascrizionecertificatodinascitabilingue_18-04-2023

Antrag auf Übertragung der Geburtsurkunde in die Heimatgemeinde des Vaters:
richiesta_trascr_atto_nascita_comune_padre_18-04-2023